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Herbstwanderfahrt 2013
In zwei Tagen nach Leverkusen



Bilduntertitel.

 

Neuwied, Bonn, Köln, 19./20. Oktober 2013


Was wäre eine Rudersaison ohne Herbstwanderfahrt ? Natürlich keine gute Saison !
Also wurde kurzerhand eine gemütliche Herbstwanderfahrt rheinabwärts ausgerufen.

Trotz Nutzung nahezu aller medialer Mittel (Mund-zu-Mund-Progaganda, SMS, E-Mail, Homepage, Facebook, Aushang in der Bootshalle) und optimalen Strömungs- und Wetterbedingungen meldeten sich nur 4-5 Ruderer. Egal !

Am Samstag, 19.Oktober fuhr zunächst Ralf das Auto samt Bootsanhänger morgens nach Leverkusen und kam mit dem Zug wieder zurück nach Neuwied. Um 13 Uhr trafen sich dann alle Ruderlustigen am Bootshaus und das ganze Gepäck samt dem Dreier-mit "Lahn" wurde über den Deich getragen. Darunter befanden sich unter anderem auch vier Flaschen Federweißer. Viel zu wenig, wie sich schon kurze Zeit später herausstellen sollte.
Beim Wässern des Bootes gesellte sich unser Ruder- und Wassersportkamerad Hartmut dazu, der die Gelegenheit nutzen wollte, um uns spontan ein Stückchen bis Hammerstein zu begleiten.
Offenkundig war er aber ein wenig von dem recht gemütlichen Charakter der Tour überrascht, denn schon nach 200 Metern gab es die erste "Pause" mit Federweißen, die nach Auffassung der strapazierten Mannschaft jedoch völlig gerechtfertigt war.

Nach der erfolgreichen Passage des "gefährlichen" Andernacher Lochs musste zunächst der Angstschweiß mit etwas Federweißen beseitigt werden, bevor die Mannschaft kurze Zeit später vor Hammerstein bei der x-ten Federweißen-Pause entsetzt feststellten musste, dass sich der Vorrat von vier Flaschen Federweißer bereits nach 10 Kilometern einer extrem kritischen Marke näherte. Was tun ? Den Fahrtenleiter zur Verantwortung ziehen ? Den Verband federweißer trinkender Ruderer anrufen ? Den Notstand erklären ?

Nein, das Schicksal meinte es diesmal nicht nur anders, sondern auch gut, mit den dürstenden Kehlen der braven und tapferen Ruderer. Neptun sendete ein Zeichen. Man befand sich doch - wie es der Zufall so will - gerade auf Höhe des bereits an Bord bestens akkreditierten Weinguts Scheidgen in Hammerstein. Also leitete der Fahrtenleiter mit "Alles Backbord voraus!" ein koordiniertes Notanlegen ein, das dem Costa-Concordia-Kapitän Schettino zu aller Ehre gereicht hätte, und die "Lahn" landete wohlbehalten direkt am Hammersteiner Ufer an, um dort eine Weile vor Anker zu gehen, damit der Hauptverantwortliche barfuß das Ufer erreichend und mit dem Portemonnaie unter den Achselhöhlen bewaffnet durch die Bahnunterführung und über die Bundesstraße 42 watzen konnte, um weitere Flaschen des begeehrten Elexiers (rot/weiß) zu ergattern.
Während des Landgangs wurden noch schnell die Berechnungen für das Einkaufsvolumen über einen simplen Dreisatz berechnet. Wenn also vier Ruderer in 10 Kilometern drei Flaschen trinken, wieviel Flaschen werden dann für die restlichen 35 Kilometer benötigt - und wieviel für die 42 Kilometer des zweiten Tags ? Auch ohne Einsatz eines Rechenschiebers ergab sich daraus eine unglaubliche Menge an Flaschen, die zwar nicht die Lieferfähigkeit des Weinguts, jedoch die Tragekapazität des Käufers um das Mehrfache überstiegen hätte. Er tröstete sich damit, dass ja die Wanderfahrt nicht als "Federweißentour" deklariert wurde und kehrte mit zwei Flaschen zur "Lahn" zurück.

Bei Flußkilometer 636 hatte Biggi das Fahrtenabzeichen erreicht. Es gab - wie schön öfters - eine ausgelassene Federweißenpause, die das Fahrgastschiff "Rheinprinzessin" dazu nutzte, den ganzen Stolz der NRG fast in Grund und Boden zu fahren, weil der freizeitsporthassende dicke Kapitän seinen Kurs ganz bewußt und ohne jegliche Notwendigkeit auf die außerhalb der Fahrwasserrinne und unter Land liegende ahnungslose "Lahn" richtete und mit einem provokanten Schallzeichen seine Rammabsicht bekundete um mit dem Versenken der "Lahn" vermutlich seine persönliche Jagdsaison 2013 zu krönen.

So ein Verhalten war bislang nur von der "Pegasus" bekannt. Die fassungslosen Ruderer an Bord konnten sich in letzter Sekunde mit ein paar Zügen "voraus" vor dem programmierten "Abschuß" retten, was mit einem höhnischen Kommentar des dicken Kapitäns über die Bordsprechanlage honoriert wurde. Schade, dass er in seiner klimatisierten Brücke nicht die brüllenden Gegenkommentare des wegend dieser Nötigung vor Wut tobenden Fahrtenleiters gehört hat.



Wieder abgeregt, erreichte das Boot die ehemalige Bundeshauptstadt. Der Ökonom des Bonner RV, Herr Kraus, überreichte uns den Bootshausschlüssel und nach einer Dusche ging es hungrig in die Innenstadt.
Beim Spanier "Take Two" wurden alle Ruderer mehr als nur statt und nach einem Blick vom "Alten Zoll" auf den nächtlichen Rhein ging es zurück ins Bootshaus.




Am zweiten Tag kam Zebi mit Liza im Auto nach Bonn. Das Wetter hatte sich etwas zugezogen, aber für ein Frühstück mit Sekt unter freiem Himmel war es immer noch warm genug.

Nach der Stärkung ging die "Lahn" mit Zebi an Bord auf Wasser, während Achim das Auto übernahm und mit Liza nach Köln gefahren ist.
Nach einer kleinen Pause in Porz passierte der NRG-Dreier-mit auch erfolgreich den Kölner Dom und legte wohlbehalten beim RTHC Leverkusen an, wo Achim und Liza schon warteten.


Kaum war das Boot auf dem Anhänger verladen, als plötzlich die Sonne zurückkehrte und die Ruderer mit herrlicher Wärme belohnte. Das tolle Wetter nutzten die Ruderer, um den nebenan liegenden wunderschönen Stammheimer Schloßpark zu besuchen. Ein Schloß gab es hier nicht zu besichtigten, denn das wurde leider 1944 durch Luftangriffe zerstört. Doch der Park hatte viele alte Bäume und ein Kulturverein hatte zahlreiche interessante Kunstgegenstände installiert. In luftiger Höhe hörten wir ein lautes Kreischen und tatsächlich: Ganze Kolonien von grünen Papageien flogen in den Baumwipfeln umher. Sie leben hier seit vielen Jahren.


Nun hieß es jedoch Abschied nehmen. In den Autos ging es heimwärts Richtung Neuwied.
Und so ging wieder mal eine schöne NRG-Ruderwanderfahrt zu Ende.






Fotos und Bericht: Ralf Schaefer




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Fotos
von Ralf Schaefer, Neuwieder Ruder-Gesellschaft
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