Neuwied,
Donnerstag, 18. November 2010
Nur sechzehn
Mitglieder waren der Einladung der Ruderleitung gefolgt und hatten
sich im um 18:30 Uhr Clubraum versammelt, um Themen des Ruderbetriebs
zu besprechen.
An den schön und liebevoll dekorierten Tischen hat es bestimmt
nicht gelegen, dass die Beteiligung so gering ausfiel. Der Termin
war jedoch diesmal nur durch Mund-zu-Mund Propaganda und auf der Internetseite
publiziert worden. Trotz moderner Zeiten sind ein Aushang am Schwarzen
Brett bzw. ein Einladungsschreiben offenkundig doch nicht verzichtbar.
Breiten Raum nahm eine von der Ruderleitung initiierte Diskussion
über die Ruderausbildung und die qualitativen Fertigkeiten
der Ruderteilnehmer ein. Rund 90 Minuten wurde darüber kontrovers
diskutiert. Nicht, dass das Thema neu in der NRG wäre. Nein,
schon seit 20 Jahren wird von verschiedenen Mitgliedern immer wieder
die Forderung nach einer besseren Ausbildung gestellt. Ansätze
in der Vergangenheit sind jedoch meistens als Strohfeuer verpufft
oder in der Praxis an den zwei Schlüsselfragen gescheitert: Wer
hat die Zeit und Lust und besucht entsprechende Lehrgänge und
führt die mehrjährigen Korrekturschulungen mit welchen Methoden
durch ? Welche Ruderer sind kritikresistent und wollen sich überhaupt
korrigieren lassen ?
Als sich nach 1 1/2 Stunden die Gespräche im Kreis drehten, einigten
sich die Anwesenden zumindest auf eine Absichtserklärung, dass
einige interessierte Ruderer freiwillig im Jahr 2011 Ausbilderlehrgänge
besuchen und es für Anfänger eine Checkliste geben sollte.
Nun kommt es auf die Umsetzung an.
Deutlich schneller wurde das zweite Thema des Koblenzer Ruderstützpunktes
behandelt. Walter Rohde warf in der Runde die Frage auf, ob der Stützpunkt
von der NRG überhaupt noch aktiv weiterbetrieben werden sollte,
da die Nutzung duch die Ruderjugend und der Ruderbetrieb mit den Skiffs
im Jahr 2010 nicht stattgefunden hatte. Die Runde verwies jedoch auf
die mehrfache Nutzung durch die Erwachsenen an Wochenenden und war
der einhelligen Meinung, dass
man die Kooperation mit dem Post SV unbedingt aufrechterhalten sollte
und die Kosten gerechtfertigt seien.
Ralf Schaefer berichtete, dass sich Interessenten für die Organisation
der Bootshausfete 2011 gemeldet hätten. In diesem Zusammenhang
bat er um Meldung, wer von den Erwachsenen sich an der Organisation
und Durchführung beteiligen würde. Die Resonanz war leider
nahezu "Null".
Weiterhin berichtete Ralf Schaefer über die Idee eines elektronischen
Zutrittssystems am Bootshaus, denn die derzeit im Einsatz befindliche
mechanische Schließanlage sei für einen Ausbau bzw.
eine Erweiterung weniger geeignet, nicht flexibel und mit einem hohen
Verwaltungsaufwand behaftet. Zudem berge die heutige konventionelle
Schließanlage für jeden Schlüsselträger ein hohes
privates finanzielles Verlustrisiko, dass nicht von jeder Haftpflichtversicherung
abgedeckt werde.
Die anwesenden Mitglieder zeigten sich den Vorteilen einer elektronischen
Lösung aufgeschlossen und würden die Umsetzung begrüßen,
wenn die Finanzierung einer solchen Anlage gesichert wäre.
Die Aktivenversammlung war sich ferner einig, dass 2011 unbedingt
wieder Steuer- und Obleute vom Verein ausgebildet werden müssen.
Seit 2007 hat keine zielgerichtete Ausbildung mehr stattgefunden,
die dem Ruderbetrieb neue Steuer- und Obleute zugeführt hat.
Da der Ruderbetrieb in den vergangenen Jahren durch eine gestiegene
Aktivenzahl bei gleichgebliebenen Zahl aktiver Steuer- und Obleute
an Kapazitätsgrenzen gestoßen ist, bat Übungsleiter
Ralf Schaefer in der Versammlung um Verständnis, dass er zur
Gewährleistung eines reibungslosen Ruderbetriebs solange keine
Ausbildungs- und Schnupperkurse mehr anbieten wird, bis der "Flaschenhals
Bootsführer" beseitigt ist und die Voraussetzungen für
weiteres Wachstum gegeben sind.
Die Versammlung schloss gegen 21.00 in guter und einvernehmlicher
Stimmung. Neben den konstruktiven Beiträgen und dem guten Willen
der Anwesenden hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass der Punkt
"Ordnung am Bootshaus" in der Versammlung nicht behandelt
wurde.
-Ralf Schaefer-
Teilnehmer
der Aktivenversammlung 2010:
Rolf, Ingrid, Astrid, Dieter K., Juliane, Walter R., Annette, Volker
T., Biggi O., Ralf, Birgit M., Guido, Susanne, Holger, Kalle und Herbert.