Salzburg/
Neuwied, 6. Juni 2010.
"IM SALZ
- KAMA GUT, DA KAMA GUT..... Unter diesem Motto stand die diesjährige
AH Tour der NRG.
Nur Fliegen ist schöner! Das dachten sich auch die 15 "Alten Herren"
der NRG, als sie sich am 2.Juni um 8 Uhr 15 am Bootshaus trafen, um
mit Bus "Jupp" zum Flughefen Köln-Bonn zu fahren. Von hier hoben sie
mit German-Wings um 11 Uhr ab.
Beim Einchecken bekam ich wieder einmal ein Problem. Auf meinem Ausweis
war mein Taufname Rudolf Petry eingetragen, während in der Sammelliste
Rolf Petry stand. Die Dame wollte es mir nicht abnehmen, daß ich ein
und derselbe war und telefonierte mit ihrem Chef, der dann das OK
gab.
In Salzburg erwartete uns schon Jochen Rauwolf, der den strapaziösen
Transport der 3 Vierer mit Kalle Müller und Fred Brock übernommen
hatte.
Das Rahmenprogramm begann mit einer Besichtigung der Flugzeug und
Rennwagen Ausstellung von "Red Bull" auf dem Gelände des Flughafens.
Auch für Autorennenmuffel und Nichtflieger Interessant.
Als Standquartier hatte Jochen Rauwolf das Hotel Gasthof "Gastagwirt"
in Eugendorf bei Salzburg ausgesucht. Eine hervorragende Wahl. Hallenbad,
Sauna, Dampfbad, eigener Biobauernhof und vor allem eine ausgezeichnete
Küche sorgten für einen erholsamen Aufenthalt.
Schon im Vorfeld hatte Jochen erfahren, daß auf dem Hallstätter See
die seit 387 Jahren bestehende Traditionsprozession auf dem See stattfindet.
In der örtlichen "Presseaussendung" heißt es wörtlich: "Der große
Festtag wird heuer wieder verstärkt auf dem See stattfinden. Mit verstärkt,
glaube ich, war die Bitte von Jochen zu verstehen, unsere Boote mit
einer Flaggengala zu schmücken, um uns pünktlich vor Hallstatt an
der Prozession anzuschließen. In wochenlanger Arbeit schmückte unser
bewährtes Werkstatteam die Boote "Neuwied", "Zugvogel" und "Heddesdorf".
So ausgestattet lag unsere Flotte pünktlich um 10 Uhr vor der Ortschaft
Hallstatt. Von einer Prozession war keine Spur zu sehen. 1,50 m Hochwasser
ließ das Schauspiel sprichwörtlich ins Wasser fallen. Wir ließen uns
davon nicht beeindrucken und sorgten somit für die Aufrechterhaltung
der Tradition. Ob das die Hallstätter auch so sehen, war uns egal.
Auch das bißchen Regen störte uns nicht.
Der Tag war damit aber noch lange nicht zu Ende. Nach der Rückkehr
zum Startplatz mußten die Boote verladen werden und zum Atter See,
unserem nächsten Ziel zu bringen. Nach der Besichtigung einer ökologischen
Heizanlage im Hotel hatte Fritz, der Chef des Hauses, eine "Käseprobe"
für uns vorbereitet. Die wohlschmeckenden 3 Käsesorten waren so reichhaltig,
daß sie unbedingt mit entsprechendem Marillengeist und Kirschwasser
kompensiert werden mußten.
Der Ehrgeiz von Fritz war, daß der Käse alle werden sollte. Entsprechend
oft wurden auch die Gläser nachgefüllt. In dieser Stimmung forderte
Kalle von mir, den Prunzelschütz noch mal vorzutragen. Mit dem Schnaps
im Bauch gelang ihm die Überredung leicht. Ob es die jemals beste
Vorführung war, wie er behauptete, kann ich nicht beurteilen.
Am nächsten Tag setzten wir die Boote erst nachdem der Regen nachließ
an einem Strandbad in den Hattersee ein. Von hier an gab es nur noch
Sonnenschein und wir genossen die Fahrt in der herrlichen Bergkulisse.
Das unvermeidbare Auf und wieder Abladen der Boote, um an den nächsten
See zu kommen, war inzwischen Routine.
Eine weiße Nebelschicht lag auf dem Wolfgangsee, als wir in Serpentinen
von den Höhen am 3. Tag hinunter fuhren. Auch hier war der Wasserstand
über einem Meter höher als normal.
Beim Einsetzen bekam die "Heddesdorf" ein Loch, daß Kalle mit Klebeband
reparierte. Inzwischen war der Nebel verschwunden und die Sonne verlangte
viel Hautcreme. In Kiellinie ruderten die 3 Boote am nördlichen Ufer
in Richtung St. Wolfgang.
Hier erwartete uns am futuristischen Hotel "Scalaria" ein Empfang
mit Sekt und Sandwich durch die Chefin des Hauses.
Mit der Fahrt auf dem Mondsee fand die AH Tour 2010 seinen Abschluß.
Fahrtleiter Walter Messerschmidt hatte schon mal mit der Logistik
einige Probleme. Alte Herren sind halt manchmal schlecht unter einen
Hut zu bringen. Salzburg erlebten wir dann noch mit einer Führung,
bevor uns "German Air" wieder in die Heimat brachte. Rolf Petry
- Rolf Petry -