Neuwied
/ Bonn, 02. Mai 2009.
Bericht des NRG-Seniorenbootes bei der Eurega 2009.
Mit einem Durchschnittsalter von genau 70 Jahren bereiteten sich unsere
alten Herren: Dr. Walter Rohde, Jochen Wolter, Peter Korch, und Wolfgang
Schäfer schon Wochen vorher auf die Marathonstrecke Neuwied Bonn vor.
Als Steuermann wünschten sie mich (Rolf Petry).
Im Yachthafen konnte man uns mehrmals in der Woche beim Intervalltraining
beobachten. Es war ihnen nicht auszureden statt der Hackebeilchen
normale Skulls zu benutzen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, es
wurden viele Krebse gefangen, klappte es allmählich, so daß ich meine
Abneigung revidieren mußte.
So vorbereitet fieberte die Mannschaft dem 2. Mai entgegen. Als Boot
durften wir sogar den C Liner "Montreux" benutzen. Meine Konstruktion
zur Abwendung von Wellen im Vorschiff betrachtete Jochen mit kritischen
Augen, während ich überzeugt war, daß sie optimal war. Für alle Fälle
gab es ja noch 2 Lenzklappen und eine Lenzpumpe.
In der Gruppe Masters C (MDA 43) befanden wir uns in einem 7Bootefeld.
Unsere Gegner hätten dem Alter nach unsere Kinder sein können. Im
Gegensatz zum vergangenen Jahr hatten wir auf der ganzen Strecke Gegenwind
und die Strömung war auch geringer als 2008. Unsere Absicht war, dieses
Ergebnis 2008 von 2 Stunden 40 Minuten zu unterbieten.
Es ist uns leider nicht gelungen, denn wir brauchten 2 Stunden 49
Minuten und waren im 7Bootefeld immerhin 5. Boot. Ein weiterer Trost
war, daß Watz, der wieder Sieger in seiner Gruppe wurde, mit seinem
Boot auch 18 Minuten länger brauchte als im vergangenen Jahr. Zieht
man diese 18 Minuten an unserer Zeit ab, landen wir auf 2 Stunden
31 Minuten. Gut mitgerechnet?
Wie dem auch sei, wir sehen das hauptsächlich wie Olympia. Dabeisein
ist alles! Das wollen unsere Senioren bei den nächsten Regatten auch
wieder.
PS. Wir hatten kaum Wasser im Boot und benutzten weder Lenzklappen,
noch Lenzpumpe.
- Rolf Petry -