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AH Lahn WF 2004
Eine Fahrt mit einigen Problemen, die Richard Lang zu lösen verstand





Neuwied, 10.07.2004


In diesem Jahr sollte es nur eine kurze Wanderfahrt werden. 8 Ruderer in 2 Dreiern freuten sich auf eine harmonische Lahnfahrt. Wolfgang Homberg und Richard Lang waren bereit Ruderer und die Boote nach Limburg zu bringen. Das erste Problem entstand, als Wolfgang wegen Krankheit absagen mußte. Das 2. Problem war, daß der zweite Busschlüsse nicht auffindbar war. Ein Schlüsseldienst in Limburg half uns aus der Patsche. Das 1. Problem löste Richard. Nachdem die Boote beim Ruderverein Limburg im Wasser lagen fuhr er den Bus nach Nassau und mit dem Zug wieder zurück nach Limburg, von wo er mit seinem PKW den Hänger wieder nach Neuwied brachte.

Bei durchwachsenem Wetter ruderten wir bis Nassau. Die Boote lagerten wir, wie immer, beim Kanuclub. Mit dem Bus ging es dann zurück nach Neuwied. Da wir die 3. Etappe von Neuwied nach Bonn geplant hatten, wollten wir Bus und Hänger zur Bonner RG bringen, damit wir bei der Ankunft keinen Landdienst brauchten. Problem Nummer 3 war, daß auf dem Hänger, den wir brauchten noch die Boote der Honnef Ruderer lagen. Wir hofften aber, daß wir nach der 2. Etappe, die in Neuwied endete, mit dem dann entladenem Hänger nach Bonn fahren könnten.

Problem Nummer 4 entstand gleich zu Beginn der 2. Etappe. Mit der Bahn waren wir pünktlich in Nassau und um 10 Uhr schon in der Schleuse. Was nun geschah, habe ich in fast 60 Jahren Rudererpraxis noch nicht erlebt. Hinter uns fuhr ein Motorsportboot in die Schleuse. Statt hinter uns zu stoppen, rammte uns das Boot mit voller Wucht, schleuderte die Moldau an die Schleusenwand und anschließend noch gegen das Schleusentor. Holz splitterte, die Backbordausleger rissen ab und die Skulls flogen aus den Dollen ins Wasser. Wir bangten im Moment um unser Leben. Die Wanderfahrt schien hiermit zu Ende zu sein.

Nachdem der erste Schock vorbei war und wir die Boote an Land hatten, entschuldigte sich der Bootsführer damit, er habe den Rückwärtsgang nicht herein bekommen. Der Schleusenwärter hatte inzwischen die Wasserschutz Polizei angerufen, die nach einer Stunde aus Koblenz kam. Der Unfallhergang wurde zu Protokoll genommen. In der Hoffnung, daß der entstandene Schaden von der Versicherung übernommen wird, verluden wir die Boote auf dem Hänger, den Richard uns bereitwillig wieder nach Nassau brachte. Schorsch Jungblut fuhr mit den Polizisten bis Ehrenbreitstein, weil er es wegen eines dringenden Termins sehr eilig hatte. Das war uns insofern recht, denn nun hatten wir genügend Plätze im Bus.

Als wir etwa in der Höhe Bendorf auf der B 42 fuhren, klingelte ein Handy. Schorsch stand in Ehrenbreitstein seit einiger Zeit auf dem Bahnhof und kein Zug hielt an. Kein Problem für Richard. Er setzte sich gleich nach unserer Ankunft in Neuwied in seinen Wagen und holte den verzweifelten Schorsch dort ab, damit er noch zeitig zu seinem Termin kam. Wir luden zuerst unsere Boote ab, und anschließend die Boote, die immer noch auf meinem Hänger lagen. Den brachte ich dann mit dem Bus nach Bonn. Brigitte, meine Frau holte mich von dort ab, damit wir noch etwas vom Deichstadtfest mit bekamen.

Zur 3. Etappe unserer Wanderfahrt starteten wir schon um 8 Uhr. Wir waren nun nur noch 7 Ruderer, da Johann Wilhelm zu einen wichtigen Termin nach Mainz mußte. Mit Schiebewind und fast ohne Regen kamen wir in Bonn an, wo wir im Restaurant der Bonner RG bei einem guten Essen den Abschluß der Fahrt feierten. Hierzu hatten wir meinem Bruder und Mielein, seine Frau eingeladen, als kleines Dankeschön für frühere Einladungen unsrer Frühstücksruderer, an die wir gerne zurückdenken.

Ohne die Hilfsbereitschaft von Richard Lang wären die Probleme auf dieser Wanderfahrt mit Sicherheit nicht zu lösen gewesen. Wir hoffen, daß er bei der AH Wanderfahrt 2005, die auf dem Neckar geplant ist, wieder dabei sein kann, nicht nur um eventuell entstehende Probleme zu lösen.



Rolf Petry






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