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Es
fing damit an, daß wir alten Herren der Neuwieder Ruder-Gesellschaft unsere
20. AH Tour 2004 auf den Masurischen Seen machen wollten.
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Beim Wanderruderertreffen in Verden erkundigte ich mich bei Hans Hermann
Mayer nach dem Zustand der Boote, die der DRV dort stationiert hat.
Als Antwort sagte er mir, Du bist der richtige Mann, der die Boote reparieren
kann, und bat mich mit einer Crew im Oktober nach Wilkasy zu fahren.
Zunächst etwas überrascht, erklärte ich mich dazu bereit.
Mit von der Partie waren Hubert Geschwill aus Goch, Axel Eichhorn aus
Berlin sowie Kalle Müller und ich aus Neuwied.
Ein Anruf beim Zollamt in Koblenz, wo ich mich erkundigen wollte was zu
beachten sei wenn wir Werkzeug und Maschinen mitnehmen. Die Antwort war
ernüchternd. Was wir dort vorhätten sei eine passive Veredelung, wir bekämen
an der Grenze große Schwierigkeiten und man riet mir dringend von der
Mitnahme von Maschinen ab.
So
reisten Kalle und ich am 20.10. zunächst nach Berlin, wo uns Hubert und
Axel am Bahnhof Zoo abholten. Weil wir uns aber noch nicht kannten, habe
ich als Erkennungszeichen meine weiße Rudermütze aufgesetzt.
Nach einer Übernachtung um Bootshaus des RV Tegelort starteten wir am
nächsten Morgen um 4 Uhr in Richtung Polen. Der Grenzübergang in Küstrin
dauerte keine Minute und außer Gesitskontrolle wurden wir nach nichts
gefragt. Die anstrengende Fahrt endete nach 13 Stunden in Wilkasy, wo
wir ein wunderschönes Quartier im "Haus Oberberg" vorfanden.
Die Besitzer der Pension, das Ehepaar Feldmann, sprachen perfekt Deutsch,
so daß es keine Verständigungsschwierigkeiten gab.
 
Als ich am nächsten Morgen aus dem Fenster sah, rührte mich der Schlag.
10 cm Schnee war in der Nacht gefallen. Die Außentemperaturen lagen unter
dem Gefrierpunkt. Wir stärkten uns zunächst mit einem reichhaltigen und
guten Frühstück bevor wir zu den Booten fuhren. Diese lagen auf einem
Hänger in einer riesigen Halle, die mit Motor und Segelyachten vollgestopft
war.
 
Mit Hilfe des Pächters der Halle buxierten wir den Hänger an eine andere
Stelle, wo wir für unsere Arbeiten genügend Platz hatten. Es gab hier
auch Licht und Steckdosen aber keine Heizung.
Beim Anblick rührte uns zum zweiten Mal der Schlag.
So wie der Zustandsbericht, den Hubert Geschwill schon vorher verfasste,
fanden wir die Boote vor.


Wir machten uns unverzüglich an die Arbeit, denn
gegen die grimmige Kälte half nur tüchtige Bewegung und die hatten wir
beim Abkratzen und Schleifen reichlich.
Besonders im Bootsinneren war das zeitraubend.
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In den 5 Arbeitstagen
konnte wir zwei Vierer bis zum Lackieren vorbereiten.
Erst im Mai werden wir Leimen und Lackieren können, damit die Boote für
die Saison 2004 benutzbar sind.
Rolf Petry
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