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"Iglo Kupa 2001":
Höllentrip
in Ungarn - 170 Km Regatta auf der Donau
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Berichte
von |
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Robby Zitzmann |
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Achim Burgard |
"Silbermedaille"
für NRG-Ruderer
(von Robby Zitzmann)
Wir
sind am Dienstag Abend (31. Juli) am Bootshaus in Neuwied los gefahren.
In Mainz haben wir zwei Mannschaftsmitglieder und das Boot eingeladen.
Dann ging es weiter nach Würzburg, wo wir unser viertes Mitglied
abholten. Wir fuhren ohne wenige Zwischenstops nach Budapest durch, wo
wir um ca. 11.00 Uhr morgens
ankamen!
Zu unserer Freude mussten wir feststellen, dass der Martin alle noch freien
Zimmer belegt hatte. Aber nach einem kurzen Gespräch mit den Ungarn
musste er ein Zimmer räumen, was er auch gerne (zähneknirschend)
tat!
Am
Mittwoch Abend fuhren wir das erste Mal in der Regatta-Konstellation und
fuhren das Boot ein. Sowohl Martins Mannschaft als
auch Turbo B. beobachteten
kritisch was war, da sie nicht wussten wie sie uns einzuschätzen
hatten! Es lief nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.
Am Donnerstag schauten wir uns noch ein wenig Budapest an. Am Abend fuhren
wir das Boot vom Bootshaus der Külkerer zum Regattastart 10 km flussabwärts!
Auf dieser Strecke probten wir noch diverse Mannschaftswechsel, da so
was in einem Rennboot doch recht schwer ist! Dabei
hat leider ein Mannschaftsmitglied den Riemen im Bug des Bootes, auf dem
der Steuermann drauf liegt, abgetreten! Der Frust war groß. Aber
dank der Bundeswehr
haben wir das mit einer halben Rolle Panzertape besser hinbekommen als
es vorher war.
Am Abend mischten wir nur noch Getränke und haben eine nährstoffreiche
Pizza zu uns genommen! Martins Mannschaft war zu diese Zeitpunkt schon
arg dezimiert, da ein Mitglied an starken Magenschmerzen litt und nicht
rudern konnte! Ich schätze, das waren Angstkrämpfe!
Daraufhin haben Sie ein zweites Mannschaftsmitglied telefonisch in Wien
abgefangen und nach Hause geschickt, da kein Ersatz mehr aufzutreiben
war. Somit sind Martin Klusch, Thomas Schoenijan und Olaf Behrendt Doppel-Zweier-Mit
gefahren und waren leider keine Gegner mehr für uns!
Leider hatte ein Mitglied aus unsere Mannschaft 39 ° Fieber und konnte
unter keinen Umständen rudern, da er Penicillin bekam! Aber auch
wir fanden keinen Ersatzmann. Somit musste die Freundin des Erkrankten
sich opfern und
auf 170 km steuern einstellen! Leider hatte somit der Rest der Mannschaft
keine Möglichkeit sich jeweils nach zwei Stunden Rudern eine halbstündige
Steuerpause zu gönnen. Alle vier Mitglieder mussten die 170 km (164
km um genau zu sein) durchrudern. Dies war ein Wahnsinns Handykap!
Trotzdem
gingen wir hochmotiviert an den Start mit dem Ziel vor Augen Turbo Bonn
zumindest zu jagen! Am Start prügelten wir uns direkt vor parallel
zu Turbo B. Obwohl unsere Steuerfrau nach Backbord zog, fuhr das Schiff
nach Steuerbord und rammte zweimal ein ungarisches Frauen-Boot. Der Anblick
war zwar schön, doch unter den Umständen, dass wir eine Regatta
fuhren war es nicht gerade schön nahezu auf dem Schoss einer knackigen
Ungarin zu sitzen!
Nach zwei Kilometer fuhr das Boot immer noch nicht dort hin, wo wir es
haben wollten! Wir entschlossen uns an Land zu gehen. Dort stellten wir
fest, das wir wahrscheinlich beim Abstoßen mit Schwert und Steuer
an einem Stein hängen geblieben sind und dies nun verbogen war. Wir
bogen es wieder so gut wie es ging gerade und ruderten weiter.
Zu diesem Zeitpunkt war das ganze Feld schon längst vorbei. Und der
letzte Viere des Feldes war ca. 2 km vor uns. Der Hass und der Wille zur
Jagt ließen uns die ersten 80 km wie eine Dampfwalze übers
Feld rauschen. Somit hatten wir
nach der hälfte der Strecke den dritten Platz erreicht. Es folgten
ein paar interessante aber nicht wirklich gefährliche Kämpfe
u den zweiten, dritten und vierten
Platz. Jedoch hatten wir nach weiteren 40 km souverän die Nase vorn
und
bestritten den zweiten Platz. Leider haben wir Turbo nicht mehr zu Gesicht
bekommen. Aber wir und andere Mannschaften waren sich einig, Das ohne
den Ausfall und den Crash zumindest eine gute Jagd drin gewesen wäre.
Aber wir sind fast alle (einer möchte nicht) einig, das wir nächstes
Jahr unser ganzes Potential entfalten! Gufz (der Würzburger) und
ich werden auf jeden Fall dabei sein. Und der Rest kommt schon!
Auf
der Kurzstrecke verloren wir leider den Vorlauf, da ein Mitglied der Mannschaft
seinen Skull verlor und damit unserem Schlagmann Eine kleine Platzwunde
im Gesicht zugefügt hatte. Der Witz war, das der Skull auch kaputt
war. Soviel zu den super harten Empacher BigBlates!
Manschaft Langstrecke
(170 km): Tobias Wahl, Andreas Tannert "Gufz", Nils Seibert,
Robby Zitzmann, Myriam Schwarzer (Steuerfrau)
Manschaft Kurzstrecke
(500m ): Tobias Wahl, Andreas Tannert, Barbara Gräf, Nils Seibert,
Robby Zitzmann, Andreas Tannert "Gufz" (Steuermann)
Sophia
Pietzsch (Liebevolles Begleitpesonal und Mannschaftsanimation)
"Budapest
- Baja 2001"
(von Achim Burgard)
Bereits
Anfang August starteten das Ehepaar Achim und Adrienn Burgard zusammen
mit einer ungarischen Freundin (Zsófia Fálusi von Külker Ruderclub Budapest)
im Dreier ohne Steuermann für die NRG auf der Donau quer durch Ungarn
nach Baja an der jugoslawischen Grenze, 172 Kilometer !
Für
das Rudererehepaar eine Traditionsregatta, denn hier haben sie sich 1995
kennengelernt und vom Fleck weg geheiratet.
Morgens um 5.00 Uhr, bei Mittagstemperaturen um 40 Grad C, angenehm, Start
in der Millionenstadt und Donaumetropole Budapest. Nach 20-30 Kilometern
ist Budapest hinter uns und wir sind auf dem Fluß allein mit den
anderen Ruderern.

Mittags erreichen wir die einzige Brücke auf freier Strecke - nach
fast 90 Kilometern - in Dunaföldvár. Die Sonne wird langsam unerträglich
heiß. Trotzdem, wir lieben diese Brücke. Sie gibt uns die Gewißheit,
daß schon mehr als die Hälfte vorbei ist. Jetzt nur noch den
Rest.
In Kalocsa gibt es vom Motorboot nochmal eiskalte Getränke. Welche
Wohltat, 30-40 Kilomter vor dem Ziel. Dann, endlich, die Brücke von
Baja ist zu sehen !
Geschafft!
172 Kilometer in 13:01 Stunden. Der Sprecher erzählt unsere Liebesgeschichte,
das Zielsignal ertönt, danach sind auch wir nur noch Badegäste in Baja.

Am folgenden Tag gab es für die, die noch nicht genug hatten eine
Kurzstreckenregatta über 500 Meter, aber das wichtigste war die abendliche
Siegerehrung mit anschließenden Bankett unter freiem Himmel mit
anschließenden Lockerungsübungen auf der Tanzfläche bis
in die Nacht.
Mehr Fotos gibt es auf der ungarischen Internetseite
www.iglokupa.hu
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