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Fußball: NRG - GTRVN
Das
Spiel 2000
Neuwieder
RG gewinnt mit 4:2
Neuwied
/ 15.12.2000. Das erste Lokalderby im neuen Jahrtausend gewinnt eine bunt
zusammengewürfelte NRG-Auswahl mit 4:2 (0:1, 3:1).
Anne Krumholz schießt das erste Frauentor in der Geschichte der
NRG, doch so richtig gefreut hat sich die "NRG-Gladiatorenauswahl"
über den Sieg eigentlich nicht ...
Als die bis in die Haarspitzen motivierte NRG-Equipe in der Raiffeisenturnhalle
pünktlich zum Match einlief, traf sie auf die sicherlich schwächste
Formierung des GTRVN seit Jahren.
Wo waren die Stars a la Dirk Röttgen, Ivo Seuser und Annika Lausch
? Ein kleines Häuflein "Nobodys" schaute etwas unmotiviert
drein und Constanze Maas ließ dann auch ihrem Unmut freien Lauf
und bezeifelte offenkundig, ob unter diesen Umständen ein Spiel überhaupt
Sinn mache.
Kenner erinnern sich vielleicht noch an das NRG-Debakel im Jahr 1991,
als sich unter umgekehrten Vorzeichen ein NRG-Underdog-Team mutig einer
GTRVN-Übermacht stellte und mit 10:4 die bislang höchste Niederlage
der NRG kassierte. Aber es zeigte sich wieder einmal, daß der "NRG-er"
tief im Inneren wohl doch ein barmherziges Wesen hat und (fast) nie gleiches
mit gleichem vergeltet...
So ließen sich die "Gladiatoren" dazu breit schlagen,
daß immer 1-2 Mädels auf dem Spielfeld sind. Das sorgte zwar
für die nötige Frauenpower, aber der gefürchtete Feuersturm
des eingespielten NRG-Dream-Teams war somit auseinandergerissen und praktisch
außer Gefecht gesetzt.
Ferner wurde die Spielzeit von 2x20 Minuten auf konditionsfreundliche
3x10 Minuten modifiziert, da der GTRVN ein mangelndes Kontingent an Auswechselspielern
reklamierte. Einmalig war sicherlich noch Kompromiß Nr.3, denn die
beiden NRG-Ruder-Stars Jens-Michael Kuhn und David Rauber wurden an den
GTRVN ausgeliehen. Wir hoffen, daß ihr Ego hierdurch nicht einen
Langfrist-Schaden erhalten hat und sie bald schon wieder "rot"
von "blau" unterscheiden können ...
Statt des vorprogrammierten "Schützenfestes" gab es also
nur Hausmannskost und so war es fast schon keine Überraschung mehr,
als nach 6 Minuten die NRG mit 0:1 zurücklag. Torwart Uwe Fleischhauer
hatte seinen Kasten stets im Griff, doch bei diesem Sonntagsschuß
hatte auch er keine Chance. Zwar hatten die Königsblauen im ersten
Durchlauf noch ein paar Möglichkeiten, doch im Abschluß waren
die "Schüßchen" viel zu harmlos, um den aufmerksamen
GTRVN-Keeper zu überwinden.
Das zweite Drittel sorgte dann für die Entscheidung. Das GTRVN-Tor
lag zeitweise unter Dauerbeschuss. Thorsten Gräf vergeigte zwar zunächst
noch eine 100-%-ige Chance und knallte das Leder - unfaßbar für
seine Leute - aus 1,50 m Entfernung über
das Tor, doch kurz darauf besorgte er das erlösende 1:1. Der Knoten
war geplatzt. Dank weiterer Tore von Sebastian Kaiser und Ralf Schaefer
hieß es am Ende des zweiten Drittels 3:1 für Blau.
Das letzte Drittel stand dann im Zeichen der Mädels. Zunächst
schoß Anne Krumholz das erste Frauen-Tor im neuen Jahrtausend und
zugleich auch das erste Frauentor bei der NRG überhaupt. Kurz vor
Ende der Partie entschloß sich Constanze Maas, es Anne gleichzutun,
und sorgte für den zweiten Treffer für den GTRVN.
Durch
den Sieg hat die Neuwieder RG zum ersten Mal seit dem Beginn neuerer Zeitrechnung
im Jahr 1989 wieder die Tabellenspitze übernommen und liegt nun mit
2 Punkten - jedoch immer noch negativem Torverhältnis - vor dem GTRVN.
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