35. Wanderruderertreffen
in Bremen-Vegesack



Link zum Vegesacker Ruderverein

 

Neuwied/Bremen, 01.09.2000

Zwölf mal besuchte ich schon das Wanderruderertreffen des DRV. Dieses mal fuhren auch Ingrid und Jochen Rauwolf mit.

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Rolf Petry tauft den neuen Vierer, weil einige seiner Verbesserungsvorschläge beim Bau beachtet wurden.

Voraus ging eine Wanderfahrt von Kassel nach Bremen. Mit 400 Km, eine der längsten Wanderfahrten, meint Fahrtleiter Fred Hoppe. 44 Teilnehmer aus 21 Vereinen in 8 Vierern starteten am 24.08.2000 auf acht Etappen, von denen die längste 77 Km betrug. Zuvor hatte ich noch die Ehre einen neuen Vierer vom Wassersport Verein Rinteln auf den Namen "Rintelia" zu taufen.

Heinz Radler, unser Busfahrer, sorgte nicht nur für den Transfer von den Quartieren zu den Booten und umgekehrt, sondern er verwöhnte uns täglich mit einem hervorragenden Picknick bei der Mittagsrast. Die 3 Quartiere in Höxter, Rinteln und Hoya waren alle vom feinsten. Wenn Fred etwas organisiert, dann ist alles perfekt. So gab es stets ein gutes Rahmenprogramm. Unvergessen das Corveyer Gastmahl im historischen Gewölbekeller Schloß Corvey gleich am ersten Abend. In Bodenwerder wurden wir von Baron von Münchhausen höchst persönlich begrüßt. Den eingeplanten Ruhetag am 28. 08. nutzten wir zunächst für eine Stadtführung durch Rinteln. Fred Hoppe führte uns persönlich durch die Stadt in der er 20 Jahre der Bürgermeister war. Nachmittags besuchten wir das Hermanns Denkmal und die Externsteine, eine historische Felsengruppe im Naturpark "Teutoburger Wald". Zum Abschluß des Tages wanderten wir zum Hüttenabend auf Rintelns Hausberg zum Klippenturm.

Mit 77 Km führte uns die längste Etappe durch die Porta Westfalica nach Stolzenau. Im Bootshaus des RV Minden bekamen wir ein deftiges Mittagsmahl. Abends, im Hotel "Graf von Hoya" erholten wir uns nach einem ausgedehnten Essen von den Anstrengungen der langen Fahrt. Am Ende der 6. Etappe landeten wir beim RV Hoya und konnten zu Fuß ins Hotel gehen. Nach dem Abendessen gab‘s das Weserquis.

Am Abend vor der letzten Etappe trafen wir uns zum großen Abschiedsabend im Hotel, wobei Fred Hoppe allen Helfern dankte. In launigen Worten rekapitulierte Fred noch mal die gelungene Fahrt, eine harmonischsten, wie er betonte, bei der vor allem das Wetter es gut mit uns meinte. Mit einer kurzen Vorschau auf die Saison 2001 endete der Abend. Bei der letzten Etappe nach Bremen klang ein wenig Wehmut mit. Aber alles hat nun mal ein Ende, auch die schönste Wanderfahrt.

Das Wanderruderer Treffen in Vegesack begann am Freitag dem 1. September mit dem Begrüßungsabend. In einem großen Festzelt neben dem Bootshaus feierten 1200 Teilnehmer aus 149 Vereinen ein frohes Wiedersehen. Das muß man mitgemacht haben, um zu begreifen, wie schön das ist.

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Ziel in Sicht ...

Bis jetzt spielte das Wetter mit. Jedoch als wir am Samstag zur Tagesfahrt mit der Gezeitenströmung auf Wümme, Lesum und Weser zum Einsatzort Borgfeld fuhren, regnete es und es hatte schon die ganze Nacht geregnet. 120 Boote lagen auf einer Wiese und warteten darauf daß wir sie zu Wasser brachten. Zuerst mußten wir die Boote drehen um das Regenwasser, was sich die Nacht angesammelt hatte auszukippen. Trotz der großen Anzahl der Boote klappte das Einsätzen der Boote einigermaßen. Mit ablaufendem Wasser fuhren wir in Richtung Vegesack. Unterwegs wurden Lunchpakete von einer Brücke herabgelassen. Wir mußten pünktlich in Vegesack sein, da wir von da an mit auflaufendem Wasser die Weser aufwärts bis Bremen fuhren. Regensachen an, Regensachen aus, so kamen wir völlig durchnäßt in Vegesack an.
Hier gab es eine Warme Suppe und Würstchen. Gegen Kälte half ein Schnaps. Zur vorgegebenen Zeit mußten wir wieder auf dem Wasser sein, als die Flut das Wasser der Weser stromauf trieb. Auch bei dieser Fahrt ließen wir uns einige Wolkenbrüche über uns ergehen.

Trotz dieser Strapazen hat es uns Spaß gemacht. Beim Abschied dachten wir schon an das Wiedersehen im nächsten Jahr in Rüdersdorf.


Einen ausführlichen Bericht mit Bildern gibt es auch im Rudersport Nr. 19/2000

 



Bericht: Rolf Petry

Fotos: Rolf Petry




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